Zecken beim Hund

Informationen zu Zecken bei Hunden – Gefahren – Bekämpfung – Vorbeugung

Fotograf: Eric Isselée - photos.com

Fotograf:Eric Isselée – photos.com

Zeckenalarm für Hundehalter!
Sobald es etwas wärmer als 5°C ist, sind die kleinen Biester aktiv: die Zecken. Wohl jeder Hundehalter bekommt es früher oder später mit diesen Tieren zu tun, die nicht nur lästig sind, sondern einige gefährliche Krankheiten übertragen können. Durch die milderen Winter überleben immer mehr Zecken und stellen von Jahr zu Jahr eine größere Bedrohung dar. Außerdem verbreiten sich die verschiedenen Zeckenarten immer mehr. So gibt es mittlerweile bei uns Zecken, die ansonsten nur im Mittelmeerraum zu finden sind. Auch die Arten aus Osteuropa wandern in Richtung Deutschland und bringen neue Krankheiten mit, die durch den Zeckenbiss übertragen werden.

Verschiedene Arten von Zecken
Zecken werden zu den Milben gezählt und ernähren sich parasitär von einem Wirt. Rund 850 Zeckenarten sind derzeit bekannt. Bei uns sind es vor allem drei Arten, die für die Halter von Hunden von Belang sind. Namentlich sind dies der Holzbock, die Auwaldzecke und die Braune Hundezecke. Die weiteren Arten, die fast ausnahmslos aus Südeuropa zu uns gelangen, werden mittlerweile recht häufig hier gezählt und verbreiten sich stark. Dazu zählen die Fuchszecke und die Igelzecke. Auch die Braune Hundezecke stammt ursprünglich nicht aus unserem Gebiet.
Die Auwaldzecke ist eine sehr gefährliche Art, weil sie die Babesiose überträgt. Diese Krankheit wird auch als Hundemalaria bezeichnet und ist zudem für Katzen gefährlich. Die erwachsenen Zecken sind leicht marmoriert und somit leicht zu erkennen.Dreimal wechseln die Tierchen ihren Wirt und entwickeln sich so über eine Dauer von bis zu 1,5 Jahren. Haustiere, aber auch Rehe, Wildschweine und Füchse sind die Endwirte dieser Zeckenart. Erstmals wurde die Population einer Auwaldzecke 1973 am Oberrhein entdeckt. Heute sind die Biester in ganz Deutschland beheimatet.

Holzbock-Zecke

Fotograf:Risto0 – photos.com

Der Holzbock kann ebenfalls gefährliche Krankheiten übertragen und das auch auf den Menschen. Er ist der Verursacher der gefürchteten Borreliose und der FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Vor allem der Süden Deutschlands gilt als gefährdetes Gebiet.

Wann sind die Zecken aktiv?
Vor allem zu Beginn des Frühlings, im Sommer und bis in den Herbst hinein sind Zecken aktiv. Allgemein kann von einer Gefährdung durch die Blutsauger von März bis Oktober ausgegangen werden. Allerdings sind Zecken auch dann aktiv, wenn es nur ein wenig wärmer ist, das heißt, sie können auch im Winter zu finden sein. Mehr als 5 °C reichen Zecken aus, allen voran dem Gemeinen Holzbock. Es muss lediglich warm und feucht sein. Der Schutz für Menschen und Tiere ist also ganzjährig nötig.

Schutz für den Hund
Auf dem Markt sind verschiedene Mittel als Schutz vor Zecken erhältlich. Generell verhindert werden kann der Biss oder Stich einer Zecke dennoch nicht. Für Hunde kommen beispielsweise Spot-ons in Frage, die auf den Nacken geträufelt werden. Sie verteilen sich von dort aus auf der ganzen Haut und schützen rund vier Wochen. Dennoch können sich die Zecken festsaugen. Das Mittel sorgt lediglich dafür, dass die Zecke schneller wieder abfällt. Auch Zeckenhalsbänder oder Zeckenspray kommen in Frage. Viele Hundehalter setzen auf Hausmittel: Knoblauch zum Beispiel soll den Zeckenbefall verhindern. Dieser ist in großen Mengen allerdings auch für den Hund giftig.
Vorbeugend sollte der Hund nach jedem Spaziergang gründlich abgesucht werden. Hilfreich ist hierbei ein Flohkamm. Da Zecken erst nach einigen Stunden beißen, ist meist ausreichend Zeit zum Absammeln.
Eine Impfung gegen Zecken gibt es zwar, ist jedoch als Schutz nicht ausreichend. Sie schützt nicht gegen die meisten Erreger, die hierzulande verbreitet sind.

Was tun nach einem Biss?
Die Zecke sollte auf jeden Fall so schnell wie möglich entfernt werden, denn die meisten Erreger werden erst nach einigen Stunden übertragen. Je schneller die Zecke entfernt wird, desto geringer ist die Ansteckungsgefahr. Dies gilt allerdings nicht für die Erreger der FSME, diese werden direkt mit dem Biss übertragen.
Wichtig: Die Zecke muss vollständig entfernt werden. Daher ist Vorsicht geboten, denn leicht reißt der Kopf ab und verbleibt in der Haut. Die Stelle sollte dann auf jeden Fall beobachtet werden. Gefährlich ist der verbliebene Kopf in der Regel nicht mehr. Zecken dürfen nicht mit Ölen, Alkohol oder Ähnlichem beträufelt werden, denn wenn sie in Stress geraten, geben sie ein Sekret ab, welches die verschiedenen Erreger enthält. Auch zerquetscht werden dürfen die Tierchen nicht. Am besten ist es, sie mit einer Pinzette vorsichtig herauszudrehen. Auch der Einsatz einer speziellen Zeckenzange oder einer Zeckenkarte ist hilfreich, bei sehr kleinen Zecken jedoch oft nicht möglich, weil die „Angriffsfläche“ fehlt.

 

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