Hunde richtig belohnen

Wer das Wort Belohnung in Bezug auf die Hundeerziehung hört, denkt wohl automatisch an ein Leckerli. Das ist zwar nicht grundlegend falsch, dennoch sollte die Belohnung in der Erziehung des Tieres nicht ausschließlich aus Leckerhappen bestehen. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, seinem Tier etwas Gutes zu tun und ihm damit zu zeigen, dass es etwas richtig gemacht hat.

Der Hund empfindet das als Belohnung, was er sich im Moment gerade wünscht. Das können unterschiedliche Dinge sein, wie z.B. das Ableinen, das Streicheln, das Leckerchen oder das gemeinsame Spiel. Manche Hunde wollen gar kein Leckerli annehmen, da sie lieber mit dem Ball spielen möchten. Der Besitzer oder Trainer des Hundes sollte sein Tier also genau beobachten und ihm den Gefallen tun, den es im Moment gerade erwartet.

Warum das richtige „timing“ wichtig ist:

Zeigt der Hund ein gewünschtes Verhalten, sollte er seine Belohnung innerhalb von zwei Sekunden erhalten. Diese Zeitspanne ist wichtig, denn ihr Einhalten sorgt dafür, dass der Hund die Belohnung auch als solche empfindet. Der Hund kann keine Ereignisse miteinander verknüpfen, die weiter auseinander liegen. Suchen Sie also nicht erst nach einer Belohnung in Ihrer Tasche, denn bis Sie diese gefunden haben, ist es schon zu spät. Sie würden Ihren Hund in dem Moment für das eben gezeigte Verhalten belohnen, was nicht unbedingt das Befolgen des Kommandos “Platz” sein muss, sondern eben das darauf erfolgte Aufstehen oder Weggehen. Eine gute Übung: Wenn Sie einen Flummi auf den Boden werfen und es schaffen, jedes Mal ein Leckerli in der Hand zu halten, wenn der Ball auf dem Boden aufkommt, haben Sie die richtige Zeitspanne erwischt.

Ein Hund zeigt ein einmal erlerntes Verhalten immer wieder, weil er sich davon eine Belohnung erhofft. Wenn Ihr Hund beispielsweise gerne das leckere Stück Bratwurst auf Ihrem Teller fressen würde, wird er sich neben Sie setzen und Sie erwartungsvoll ansehen. Hier nachzugeben und dem Hund die Bratwurst zu geben, wäre aber grundsätzlich falsch. Ein gewünschtes Verhalten sollte nur belohnt werden, wenn es gefordert wird. Andernfalls erzieht der Hund den Menschen dahingehend, dass dieser in seine Tasche greift, sobald das Tier sich setzt und ihn ansieht. Hier verbucht wohl eher der Hund einen Erfolg für sich, als der Mensch.

 

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