Stress bei Hunden

Stress bei Hunden – Ursachen, Symptome, Behandlung

Stresshormone sorgen dafür, dass der Körper eines Lebewesens leistungsfähig ist. Jeder Mensch und jedes Tier verfügt über diese Hormone, die in bestimmten Situationen ausgeschüttet werden. Doch in manchen Situationen wird der Körper regelrecht von Stresshormonen überflutet, wenn er zum Beispiel einer Angst- oder Wutsituation ausgesetzt ist. Auch Unfälle und Situationen, die das Gefühl der Überforderung hervorrufen, können zu Stressreaktionen führen. Dabei sind es nicht nur unerfreuliche Ereignisse, die solche Reaktionen mit sich bringen, sondern sie können auch durchaus durch eine Aufregung aus Glück hervorgerufen werden.

Nicht nur Menschen können in Stresssituationen geraten. Auch Hunde können Stress ausgesetzt sein, wenn Sie eine Situation nicht meistern können. Schmerzen, Unwohlsein oder Bedrohung können zur Ausschüttung von Stresshormonen führen. Rüden können außerdem in Stress geraten, wenn sie den Geruch einer läufigen Hündin riechen. Weiß der Hund keinen Ausweg und sieht für das aktuelle Problem keine Lösung, so gerät er in Stress. Interessant in dem Zusammenhang ist, dass auch Situationen, von denen wir meinen, sie würden den Hund in Glücksgefühle versetzen, Stress bedeuten können. Bällchen werfen, Zieh- und Telespiele erscheinen zunächst positiv, arten aber bei zu großer Intensität in Stress aus.

Stresssymptome in der Hundeerziehung

Wird der Hund durch seine Umgebung in Stress versetzt, sendet er beschwichtigende Signale aus. Er will sich damit selbst und seine Umwelt gleichermaßen beruhigen. Der Hund wird sich klein machen, sich ducken, die Ohren hängen lassen und schräg von unten bei wedelnder Rute heraufblicken. Erkennt der Mensch diese Signale, sollte er versuchen, die Situation für den Hund zu entschärfen. Nimmt der Stress zu, werden die Signale deutlicher. Helfen diese nicht, wird der Hund versuchen, die Distanz zu vergrößern. Er wird versuchen wegzulaufen. Hilft auch das nicht, wird er in die Verteidigung gehen. Darauf sollte man es jedoch niemals ankommen lassen.

stress-beim-hundBeobachtung ist wichtig

Jeder Hundeführer sollte die Signale seines Tieres kennen und auf diese eingehen können. Der Hund braucht in einer für ihn stressigen Situation Hilfe. So kann auch die Entwicklung, dass der Hund sich tatsächlich verteidigen will, gestoppt werden. Wichtig ist die Hilfe auch vor dem Hintergrund, das viele Hunde durch Stress in psychische Schwierigkeiten geraten. Es kann zu Verdauungsproblemen, Stressallergien und Herzproblemen kommen. Insofern unterscheidet sich der Hund nicht sehr vom Menschen. Hunde, die ständig Stress ausgesetzt sind, verteidigen sich eher und heftiger. Die Verteidigungsreaktion wird beschleunigt. Ein Hund kann einem hohen Stressniveau ausgesetzt sein, weil er zum Beispiel dauernd nur harte Kommandos erfährt. Es kann auch sein, dass er sich mit den Ansprüchen überfordert fühlt oder dass er Wut und Zorn seines Besitzers erdulden muss. Solche Hunde legen ein hohes Maß an Verteidigungsbereitschaft an den Tag. Sie werden offensiv und aggressiv, was rassebedingt auch unterschiedlich ausfallen kann.

Verknüpfungsreaktionen     

Hunde lernen, indem sie bestimmte Situationen mit den zugehörigen Auswirkungen verknüpfen. Wenn ein Hund einen anderen Hund anbellt oder zu diesem hinzieht und danach hart an der Leine gerissen oder angeschimpft wird, wird er die Verknüpfung zu anderen Hunden herstellen. Das heißt, er wird andere Hunde mit Schmerz oder Unbehagen in Verbindung bringen. Daraus kann eine hohe Aggressivität Artgenossen gegenüber entstehen. Auch andere Situationen können mit Angst oder Unbehagen verknüpft werden. Der Hund bringt die Ausgangssituation und die Auswirkungen miteinander in Zusammenhang, nicht sein Verhalten und die Auswirkung.

Stressauslösende Faktoren beim Hund

– Gewalt, Wut, Aggressionen in der Umgebung
– unmittelbare Bedrohungen (durch Menschen, andere Hunde u.ä.)
– Krankheit und Schmerz, Hunger und Durst
– zu viel Lärm
– schockartig auftretende Ereignisse
– zu hohe Ansprüche beim Training und im Alltag
– zu wenig oder zu viel Bewegung
– sich nicht entleeren können (dürfen) , wenn er muß
– es ist zu Kalt (frieren) oder es ist zu Warm (schwitzen)
– Einsamkeit und Langeweile
– ein Vielzahl (übermäßge Anzahl) an aufregenden Objektspielen (Bälle, Stöcke, etc.)
– ein Übermaß an aufregenden Sozialspielen (mit anderen Hunden, dem Menschen etc.)
– plötzliche eintretende Veränderungen
– Besitzerwechsel
– häufiger Wohnortwechsel
– Verlust

Stress bei Hunden

Wie erkenne ich Stress bei Hunden? Hunden?                                                                                                                                     .  
– Rastlosigkeit, er kann nicht zur Ruhe kommen
– Überreaktion auf Ereignisse (z.B. wenn es an der Tür klingelt)
– Einsatz von Beschwichtigungssignalen
– übertriebene Körperpflege z.B. Beißen, ständiges Lecken, Kratzen etc.
– Dinge zerbeißen
– Bellen, Jaulen, Winseln, Heulen
Durchfall, Erbrechen
– Appetitlosigkeit
– unangenehmer Körpergeruch, übler Geruch aus dem Maul
– wenn der Hund dem eigenen Schwanz hinterherjagt
– plötzliche unerwartetes  Auftreten von Schuppen

5 Möglichkeiten, Stress bei Hunden zu reduzieren:

  • Beim Schimpfen nicht übertreiben
  • Eine gute Balance aus Beschäftigung und Ruhepausen
  • Ein geregelter Tagesablauf
  • Eine Über- und Unterforderung des Haustiers vermeiden
  • Die Umgebung des Hundes sollte verändert werden. Beispiel: Mit dem Hund dort spazieren gehen, wo er bisher noch nicht war! Ober mit dem Hund in den Urlaub fahren. Ein „Tapetenwechsel“ ist oftmals nicht nur für den Menschen gut, sondern auch für den Hund! Auch hierdurch kann Stress reduziert oder sogar abgebaut werden.

 

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