Durchfall bei Hunden

Ebenso wie Menschen können die meisten Säugetiere an Durchfall erkranken. Tiermediziner verwenden häufig den fachsprachlichen Begriff Diarrhö, dieser ist aber nicht aussagekräftiger als die gewöhnliche deutsche Bezeichnung der Befindlichkeitsstörung. Im eigentlichen Sinn ist der Durchfall bei Hunden keine eigenständige Erkrankung, sondern eine Begleiterscheinung beziehungsweise ein Symptom für unterschiedliche Krankheiten. Nicht selten endet der Durchfall eines Hundes nach wenigen Stunden oder einem Tag, ohne dass die zutreffende Ursache ermittelt wird.

durchfall hund

Der Kot des Hundes ist während des Durchfalls weich bis breiförmig und gelegentlich mit Blut und Speiseresten versetzt. Zudem können unter Durchfall leidende Hunde sich nicht rechtzeitig vor der Kotabgabe bemerkbar machen, so dass auch stubenreine Vierbeiner die Wohnung mit ihren Ausscheidungen verunreinigen. Je nach Ursache kann der Durchfall mit weiteren Begleiterscheinungen wie Darmgeräuschen, Übergeben und Antriebslosigkeit verbunden sein. Die Appetitlosigkeit eines unter Durchfall leidenden Hundes kann als weiteres Krankheitsbild, aber auch als instinktives Heilverhalten verstanden werden. In vielen Fällen leiden Hunde neben dem Durchfall unter Bauchschmerzen oder zumindest einer ungewöhnlichen Empfindlichkeit gegen Berührungen.

Welche Ursachen kann der Durchfall bei Hunden haben?

In vielen Fällen entsteht ein vorübergehender Durchfall bei Hunden durch eine falsche Ernährung. Hierunter ist eine übermäßige Nahrungsaufnahme ebenso wie das Füttern mit nicht artgerechten Nahrungsmitteln zu verstehen. Der Verzicht auf das Füttern des Hundes am Esstisch hilft häufig nachhaltig gegen wiederholten Durchfall. Zudem können Hunde ebenso wie Menschen an individuellen Nahrungsmittelunverträglichkeiten leiden. Diese werden als Futtermittel-Allergien bezeichnet, sind aber eigentlich Unverträglichkeiten und keine Allergien im strengen Sinn. Auch Vierbeiner leiden unter körperlichem Stress, welcher bei einigen von ihnen zu einem psychisch verursachten Durchfall führt. Dieser tritt häufig nach dem Tod einer Bezugsperson, aber auch am Anfang einer Reise oder nach dem Einziehen eines weiteren Haushaltsmitgliedes auf. Selbst chronische Darmentzündungen können bei Hunden vorkommen und immer wieder eine Durchfall-Attacke auslösen. Weitere zu Durchfall führende ernsthafte Hundekrankheiten betreffen die Bauchspeicheldrüse. Für einen einmaligen Durchfall ist häufig eine Vergiftung verantwortlich. In diesem Fall helfen häufige Kotausscheidungen, das aufgenommene Gift aus dem Körper zu entfernen. Bei empfindlichen Hunderassen lösen bereits starke Temperaturschwankungen Unwohlsein und Durchfall aus.

Durchfall bei Hunden Diarrhoe

Durchfall bei Hunden Diarrhoe

Wie wird der Durchfall diagnostiziert?

Dass sein Hund an Durchfall leidet, erkennt der Hundehalter anhand dessen Ausscheidungen selbst. Ein Besuch des Tierarztes ist für die Abklärung der Ursache einer Diarrhö beim Hund erforderlich, wenn das Krankheitsbild mehrere Tage hintereinander oder häufig auftritt. Der Tierarzt untersucht den Darm auf entzündliche Veränderungen. Des Weiteren kann er einen Test durchführen und überprüfen, ob der Hund bestimmte Nahrungsmittel nicht verträgt. Eine Auflistung des regelmäßig dem Hund gegebenen Futters erleichtert dem Tierarzt die Diagnose.

Wie wird der Durchfall beim Hund behandelt?

Da der Durchfall ein Symptom unterschiedlicher Krankheitsbilder und keine eigenständige Erkrankung ist, richtet sich seine Behandlung nach den festgestellten Ursachen. Hunde verweigern während eines akuten Durchfall-Schubes häufig die Nahrungsaufnahme, was außer bei chronischen Darmentzündungen grundsätzlich sinnvoll ist. Der Besitzer muss jedoch darauf achten, dass ein Hund trotz der Erkrankung ausreichend Wasser zu sich nimmt, da jeder Durchfall mit einem hohen Flüssigkeitsverlust verbunden ist.  Nachdem der Durchfall abgeklungen ist, füttert der Hundebesitzer zunächst zwei bis drei Tage lang nur Schonkost. Falls der Tierarzt eine Nahrungsmittelunverträglichkeit beim Hund feststellt, verzichtet der Besitzer beim Füttern seines Haustieres künftig auf die entsprechenden Lebensmittel. Entzündliche Darmerkrankungen lassen sich bei Hunden ebenso wie bei Menschen mit Medikamenten lindern, eine vollständige Heilung erfolgt selten. Falls der Hund auf Stress mit Durchfall reagiert, vermeidet sein Besitzer nach Möglichkeit die den Stress auslösenden Vorkommnisse. Alternativ ist die Gabe sanfter pflanzlicher Beruhigungsmittel denkbar.

 

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