Leinenführigkeit trainieren

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Häufig sieht man Spaziergänger, die nur mit Mühe ihren Hund halten können, während dieser die ganze Zeit an der Leine zieht. Doch wie wird der Hund dahin gebracht, die Leine selbst zu tragen und nicht zu ziehen?

 

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Ungeduldige Vierbeiner    

Auch Menschen kennen eine gewisse Ungeduld: Man denke nur an das Beispiel des Autofahrers, der stets knapp unter der Geschwindigkeitsbeschränkung bleibt. „Warum fährt der bloß so langsam? Das ist doch zum Ausrasten!“ Wer hat das nicht schon einmal gedacht, wenn er am Steuer saß und nicht überholen konnte oder durfte? Dem Hund geht es genauso. Er möchte sich im Trab bewegen, dies ist seine bevorzugte Gangart auf längeren Strecken. Der Mensch am anderen Ende der Leine ist hier einfach zu langsam, selbst dann, wenn er sich schneller bewegt. Es gilt nun also, dem Hund beizubringen, dass er ein bestimmtes Tempo und einen festgelegten Radius einhalten soll, auch wenn das für ihn unnatürlich ist.

So erziehen Sie Ihren Hund zur Leinenführigkeit:

Befestigen Sie für die Übung eine Leine von drei Meter Länge am Brustgeschirr. Bei dieser Methode soll die Leine erst einmal locker zwischen Hund und Hundeführer hängen. Später kann die Leine kürzer gefasst werden. Wichtig ist, dass der Hund ein Gefühl des Miteinanders bekommt. Sprechen Sie das Tier vor dem Losgehen an und loben Sie, wenn der Hund bei Ihnen bleibt. Hier können gern Leckerchen zum Einsatz kommen. Fängt der Hund an zu ziehen, bleiben Sie ohne Kommentar stehen. Versuchen Sie, die Aufmerksamkeit des Hundes wiederzubekommen und zupfen Sie leicht an der Leine oder verändern Sie Ihre Position zum Hund. Ist die Leine wieder locker, ändern Sie die Laufrichtung und gehen weiter. Jetzt gibt es aber keine schmackhafte Belohnung! Sie bekommen sonst einen Hund, der sich einen Spaß aus Ziehen und Anhalten macht, weil er dafür ein Leckerli bekommt.

Bei der Hundeerziehung ist höchste Aufmerksamkeit gefragt. Versuchen Sie daher, einen Übungsplatz zu finden, an dem keine Ablenkung möglich ist. Außerdem sollten Sie stetige Richtungsänderungen in die Übungsstunde einbauen. Üben Sie in Ruhe, also dort, wo weder Straßenverkehr noch andere Hunde eine Ablenkung oder gar ein Sicherheitsrisiko bedeuten. Das bedeutet, dass Sie dort üben müssen, wo Sie die Leine eigentlich nicht brauchen: zu Hause oder auf einem leeren Parkplatz. Wenn Sie im Garten oder auf einer Wiese trainieren, sparen Sie sich am Ende der Übungsstunde das Leckerchen und leinen Sie Ihren Hund ab. Dies ist oftmals die schönste Belohnung für das Tier, das sich so lange zurückhalten musste und in seinem natürlichen Bewegungsdrang eingeschränkt war. 

 

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