Der Hund ist der beste Freund des Menschen – wenn er richtig erzogen ist

Die Hundeerziehung ist keine Wissenschaft. Es sollten jedoch einige Dinge beachtet werden, damit sich die gewünschten Erfolge einstellen und auch von Dauer sind. Durch diese Seite soll es Ihnen ermöglicht werden, die Grundlagen der Hundeerziehung kennen zu lernen. Betrachten Sie Ihren Hund als Partner, lernen Sie ihn besser kennen und vermeiden Sie die typischen Fehler bei der Erziehung Ihres Tieres.

Hundeerziehung Labrador

                                                                                                                                                    Hundeerziehung und Ausbildung sollen die Eigenschaften, die der Hund von Natur aus mitbringt, in die gewünschte Richtung lenken. Gute Eigenschaften sollen verstärkt und schlechte in den Hintergrund treten. Der Hund soll auf artgerechte Weise dazu gebracht werden, stets das gewünschte Verhalten in bestimmten Situationen zu zeigen. Es ist wichtig, dass das Tier auf Sicht- und Hörzeichen reagiert. Generell sollten die Aufgaben des Hundes immer gleich sein, damit sich eine gewisse Gewohnheit einstellt.

Sie sollten sich bei der Hundeerziehung immer überlegen, welches Ziel Sie erreichen wollen. So bringt positive Verstärkung Ihren Hund zum Beispiel dazu, dass von Ihnen gewünschte Verhalten auch wirklich selbst zeigen zu wollen. Noch gibt es die Meinung, dass man einen jungen Hund nicht erziehen kann und man hiermit besser bis zum Erwachsenenalter des Tieres warten sollte. Doch damit kann das Zusammenleben unnötig erschwert werden, getreu dem Motto: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“!

Schon in der Anfangsphase sollte der Hund die wichtigsten Regeln lernen. Tier und Mensch leben zusammen, müssen einander verstehen und sich von der ersten Sekunde aufeinander einlassen. Von Anfang an sollte daher richtig auf die einzelnen Verhaltensweisen reagiert werden. Hierzu gehört auch, positive Verhaltensweisen zu belohnen.

Welche Möglichkeiten der Belohnung gibt es?

Wer das Wort Belohnung im Bezug auf die Hundeerziehung hört, denkt wohl automatisch an ein Leckerli. Die Belohnung bei der Erziehung Ihres Tieres sollte jedoch nicht ausschließlich aus Leckerli bestehen. Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten, wie Sie Ihrem Hund zeigen können, dass er etwas richtig gemacht hat.

Ihr Hund empfindet das als Belohnung, was er sich in dem Moment gerade wünscht. Das können ganz verschiedene Dinge sein, wie das Ableinen, das Streicheln, das Leckerchen oder das gemeinsame Spiel. Der Besitzer oder Trainer des Hundes sollte sein Tier also genau beobachten.

Zum richtigen Zeitpunkt belohnen: Zeigt der Hund ein gewünschtes Verhalten, sollte er seine Belohnung innerhalb von einer Sekunde erhalten. Natürlich ist dies ein sehr kurzer Zeitraum! Diese Zeitspanne ist allerdings wichtig, damit der Hund merkt, warum er seine Belohnung bekommen hat! Der Hund kann keine Ereignisse miteinander verknüpfen, die weiter auseinander liegen.

Wie können dem Hund schlechte Angewohnheiten abgewöhnt werden?

Anspringen: Sieht ein Hund seine Mutter, begrüßt er sie damit, dass er an ihr hochspringt. Dies versuchen Hunde und vor allem junge Hunde zwischen 6 und 19 Monaten auch beim Menschen. Es gibt aber einige Tipps, wie Sie dieses Verhalten unterbinden können. Gehen Sie daher am Besten folgendermaßen vor:

Befehlen Sie das Kommando „Sitz!“ wenn Sie den Raum betreten. Wedeln Sie dabei aber nicht mit den Armen und erheben Sie auch nicht die Stimme. Dies könnte den Hund nämlich stimulieren. Befehle wie „Pfui!“ oder „Nein!“ sollten ebenfalls vermieden werden. Wenn Ihr Hund sich auf Ihr Kommando hin hingesetzt hat, sollten Sie ihn belohnen. Sie sollten die Übung so oft wiederholen, bis der Hund Sie nicht mehr anspringt.

Heulen, Jaulen und Bellen: Wenn ein allein gelassener Hund ständig heult, jault und bellt, bringen Sie ihm die Befolgung des Befehls „Still!“ bei und tun Sie dann so, als wollten Sie ihn verlassen. Wecken Sie seine Aufmerksamkeit, befehlen Sie ihm ruhig zu sein und bleiben Sie vor der Haustür stehen. Wenn der Hund trotzdem bellt, schrecken Sie ihn auf, indem Sie zum Beispiel einen Schlüsselbund gegen die Tür werfen. Wenn der Hund sich ruhig verhält, kehren Sie zurück und loben das Tier.

Als Tipp möchte ich Sie noch darauf hinweisen, dass Hunde mit vollem Magen oftmals weniger aktiv sind. Sie sollten Ihren Hund daher am Besten morgens und nicht erst am Abend füttern.

7 Fehler, die Sie vermeiden sollten:

1. Wenig Kontakt zu anderen Hunden

Zu wenig Kontakt zu anderen Artgenossen führt später oft zu Problemen. Ihr Hund kann dann nämlich Ängste vor anderen Hunden entwickeln, da er nicht weiß, wie er sich diesen gegenüber verhalten soll.

2. Falsches Verhalten ignorieren
.                                                                                                                                                                                         Wenn Sie Ihrem Hund immer wieder erlauben falsche Verhaltensweisen zu zeigen, wird ihr Hund denken, dass sein Verhalten richtig ist. Er wird es daher auch nicht ändern.                   ..                                                                                                                                                                          3. Den Hund schlagen

Sie sollten Ihren Hund niemals schlagen, denn Ihr Haustier ist ein feinfühliges Lebewesen, dass mit Würde und Respekt behandelt werden möchte. Ein Hund, der bei jeder Handlung Angst vor Schmerzen haben muss, steht ständig unter Stress einen Fehler zu machen.         .                                                                                                                                                                                       4. Keine klaren Regeln
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Regeln die einmal aufgestellt werden, müssen auch eingehalten werden. Natürlich kann es Ihnen in machen Situationen schwer fallen, ihrem Hund etwas auszuschlagen. Aber bitte denken Sie daran: Ausnahmen können Ihren Hund dazu bringen, an dem zuvor gelernten zu zweifeln. Um Missverständnisse zu vermeiden, zeigen Sie am Besten ein angemessenes Maß an Durchsetzungsvermögen.
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5. Den Hund nicht genug auslasten
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Beschäftigen Sie sich zu wenig mit Ihrem Hund, lebt er seinen Jagdtrieb womöglich zu Hause aus. Unter Umständen kann er sogar aggressiv reagieren. Sorgen Sie daher dafür, dass Ihr Hund jeden Tag ausreichend Bewegung hat. Auch geistig können Sie Ihren Hund mit verschiedenen Übungen spielend fördern.

6. Den Hund an der Leine ziehen lassen
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Diese Verhaltensweise kennen viele Hundebesitzer. Leider ist auch dieses Verhalten anerzogen. Wenn Sie Ihren Hund an der Leine ziehen lassen, belohnen Sie Ihn in seiner Verhaltensweise und zeigen Ihm somit, dass er schneller ans Ziel gelangt.
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7. Auf Betteln reagieren
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Auch wenn es manchmal schwer fällt: Geben Sie dem Betteln Ihres Hundes am Tisch nicht nach. Ihr Hund wird es ansonsten immer wieder versuchen, da er hiermit ja erfolgreich ist. 

                                                                                                                                                       Beliebte Beiträge zur Hundeerziehung:

 

Ratgeber zur Erziehung Ihres Hundes: 

 

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